# #
Garagiste français à Berlin

   19.05.2013 
N°. 38Accueil / EmpfangAgendaDie Gazette Politique 2013Economie 2013Société 2013Culture 2013Lieux 2013Musique 2013Evènements 2013Médias-Com 2013Sport 2013Economie 2011Société 2011Photo de la semaineVos commentairesBlogsNos conseils BlogsSur nos blogs...Créez votre blog!L'équipeLa Gazette a 6 ans ! Qui sommes nous?Wer sind wir ?Who are we ?KTO мы ?Fixeur à Berlin ServicesL'Allemagne en françaisLaisser une annonceInfolettre & RSSPetites AnnoncesPublicité / WerbungAnnonceursLiens / LinksContactImpressumArchivesNos archivesChronique historique











Symmetrisch gefaltet hängt die Bettdecke über der Pritsche, die Hände steif am Oberschenkel, der Blick starr nach vorn gerichtet. Zimmerinspektion in irgendeiner Kaserne, irgendwo. Alle tragen Uniformen, alle wirken gleich:  teilnahmslose Gesichter. Ein Bus fährt vor. Die dritte Division verlässt das Militärgelände.



„Wohin fahren wir?“ Keiner scheint sich für die Frage des Neuen, Dzoni, zu interessieren. Hier herrscht Gleichgültigkeit und Ordnung. Obwohl er aussieht wie alle anderen, scheint er nicht hineinzupassen. Sie sollen Menschen töten, ohne Widerrede. Der Schein der grünen Natur und der warmen Sommersonne trügt. Durch die idyllische Stille dringen Schüsse. Die Kontraste sind in Vladimir Perisics Film beinahe unerträglich. So wechseln sich barbarische Hinrichtungen und banale Unterhaltungen bei einer Zigarette ganz selbstverständlich ab. Es sind eben nur „Ordinary people“. Gewöhnlich, austauschbar. Ein anderer Militärbus mit Soldaten fährt wie ein Spiegelbild vorbei. Es sind Figuren ohne Gesichter. Der Film gibt keine Antworten auf die Frage, warum diese Menschen das alles tun. Vielleicht gibt es auch einfach keine Antwort. Dinge passieren einfach, wie aneinander gereihte Fakten, zu denen die Kamera Distanz wahrt. Nahaufnahmen gibt es kaum. Die Bildgestaltung folgt einer unpersönlichen Symmetrie.



Auch zu Dzoni, der am Anfang noch gegen das Untergehen in der Masse zu kämpfen scheint, findet man später keinen Draht mehr. Während er beim ersten Schuss noch zögert, knallt er später  Zivilisten ab, wie er vorher lästige Insekten tötete. Begreifen kann er das nicht einmal selbst, verständnislos schaut er auf seine Hand, die all das getan haben soll. Doch er ist nun einmal nur noch einer von vielen in einer Herde von Gewohnheitstieren. Sonnen, Rauchen, Saufen und ein bisschen Töten. 

Vladimir Perisic zeigt, was außergewöhnliche Bedingungen aus gewöhnlichen Menschen machen können. Dass man sich als Zuschauer mit Dzoni anfangs noch zu identifizieren versucht hat, scheint unglaublich weit entfernt.

 


Jenny Dreier & Claudia Kück

Hölty Gymnasium Wunstorf

Zum Nachlesen: "Ein gewagter Film, der diesen Preis verdient hat“








La Gazette sur les réseaux sociaux : "déjà plus de 7500 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 2200 sur Twitter" "déjà plus de 7500 "j'aime" qui suivent l'actu de La Gazette sur Facebook et plus de 2200 sur Twitter"

Google
Web La Gazette
Blogs Facebook

Garagiste français à Berlin


Prix d'honneur Louise Weiss du journalisme européen.




Jean-Patrick REVEL, avocat bilingue franco-allemand.
Rechtsanwalt – Fachanwalt f. Familienrecht
Beer, Gastl & Partner
Schloßstraße 17
13467 Berlin
Tel. +49 (0)30 810 335 620
www.ra-revel.de

Faites votre pub ici!

Auberges de Jeunesse à Berlin



KOCH KARIMI
Cabinet d’avocats franco-allemand
(Berlin – Paris)
Rechtsanwälte, in Deutschland und Frankreich zugelassen

MEDIATIS
Faire un crédit pour financer ses études à l'étranger

JOBISJOB
Toutes les offres d’emploi à Berlin et partout en Europe





LEO - Dictionnaire