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BHL - Die Evolution

 

5 November 1948 – Geburt in Béni Saf in Algerien

1954 – Ankunft der Familie Lévy in Neuilly-sur-Seine in Frankreich

1968 – Lévy studiert an der École Normale Supérieure, wo er Jacques Derrida und Louis Althusser als Dozenten hat.

1971 – Abschluss in Philosophie.

1977 – Sein Buch „La Barbarie à visage humain“ bezeichnet den Ursprung des "Phänomens BHL". Es handelt sich um eine Bilanz des Faschismus und der totalitären Form des Sozialismus. Dieser wurde unter anderem vom Philosophen Gilles Deleuze kritisiert. Lévy zöge übereilte, manchmal sogar „furchtbare“ Parallelen.

1979 – Sein zweites Essay „Le Testament de Dieu“ ist eine Antwort auf den «Nihilismus und auf die moderne Desillusionierung », deren Grund seiner Meinung nach im Scheitern der großen progressiven Ideologien liegt. Der Historiker Pierre Vidal-Naquet stellte im Text mehrere grobe faktische Fehler fest.

1981 – Veröffentlichung von „L'Idéologie française“, Text in dem Lévy Frankreich rückblickend zum Laboratorium des europäischen Faschismus macht. Dieser wird von Akademikern wie Paul Thibaud, Emmanuel Le Roy Ladurie, Pierre Nora oder Raymond Aron kritisiert. Letzterer wirft Lévy eine einseitige Lektüre von Frankreichs Geschichte vor. Philippe Sollers jedoch spricht von « einem Buch das Tabous bricht und und völlig aktuell bleibt».

1984 – Lévy erhält den Médicis-Preis für seinen Roman „Le Diable en tête“

1988 – der Preis Interallié geht an seinen Roman „Les Derniers Jours de Charles Baudelaire“

1990 – Lévy ist Gründer und Chefredakteur der Revue „La Règle du jeu“.

1994 – Veröffentlichung von „La Pureté dangereuse“, Text gegen ethische Säuberung im Kosovo.

1996 – Veröffentlichung von „Le Lys et la Cendre“; Tagebuch eines Schriftstellers zu Zeiten des Bosnienkrieges

1998 – in der Tageszeitung Le Monde erscheinen zwei Reiseberichte über den Bürgerkrieg und den Terrorismus in Algerien. Hier klagt Lévy den radikalen Islam und durch seine Anhänger verübte Massaker an und löst in Frankreich und in Algerien eine Polemik aus, an die sich vor allem François Gèze und Pierre Vidal-Naquet beteiligen.

2002 - der französische Präsident Jacques Chirac und der Premierminister Lionel Jospin tragen Bernard-Henri Lévy auf, nach Afghanistan zu Reisen um dort zum kulturellen Wiederaufbau eines freien Afghanistan beizutragen. Lévys Bericht über seine Mission, den er Chirac und Jospin überreicht, enthält nur eine Anlage: eine Rede von Lévy selbst.

2002-2003 – Lévy spricht sich für den Irakkrieg aus.

2008 – während des Konflikts in Südossetien begibt Lévy sich nach Georgien. Sein Reisebericht wird in Le Monde abgedruckt. In einem Artikel des Online-Nachrichtenportals Rue89 wird jedoch mit Hilfe von anderen Augenzeugenberichten aufgezeigt, das manche Aussagen des Berichts frei erfunden sind. Im selben Jahr erscheint « Ennemis publics », ein polemischer Briefwechsel mit dem Schriftsteller Michel Houellebecq.

2008-2009 – Während des Gazakrieges begibt Lévy sich nach Israel und veröffentlicht einen Reisebericht in der Wochenzeitung Le Journal du Dimanche. In diesem Artikel beschreibt er den Gazastreifen als eine „entwickelte Militärbasis“ und streitet das Gerücht einer humanitären Blockade ab. Gleichzeitig bezeugt er den Wunsch nach Frieden von israelischer Seite. Die Organisation Acrimed (Aktion kritische Medien) bezeichnete den Bericht als "Propaganda-Flugzettel“

2009 – Lévy bezeugt in der Zeitschrift Le Point dem Staat Israel seine Unterstützung, in dem er die „Operation Gegossenes Blei“ rechtfertigt.

2010 – Doppelte Buchveröffentlichung, „Pièces d'identité“ und „De la guerre en philosophie“. Im letzteren Buch zitiert Lévy den Philosophen Jean-Baptiste Botul, obwohl dieser vom Journalisten Frédéric Pagès und den „Freunden von Botul“ frei erfunden wurde.



Alexandra Friedmann

01/03/2010



 

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